Anleitung
Focus Stacking mit Photoshop
Photoshop stapelt Fokusreihen seit CS4, und für eine kurze, gutmütige Reihe reicht das völlig. Hier die genauen Schritte, dann die zwei Stellen, an denen es schiefgeht, und schließlich, wann sich ein spezialisierter Stacker lohnt. Menünamen nach der deutschen Photoshop-Oberfläche.
Die Schritte
- Datei → Skripten → Dateien in Stapel laden… Wählen Sie die Bilder, haken Sie Quellbilder nach Möglichkeit automatisch ausrichten an und lassen Sie Smart-Objekt nach dem Laden von Ebenen erstellen deaktiviert. Jedes Bild wird zu einer Ebene.
- Falls Sie das Ausrichten nicht angehakt haben: alle Ebenen auswählen, dann Bearbeiten → Ebenen automatisch ausrichten… mit der Projektion Auto.
- Lassen Sie alle Ebenen ausgewählt und wählen Sie Bearbeiten → Ebenen automatisch überblenden…; aktivieren Sie dort Bilder stapeln und Nahtlose Töne und Farben und optional Inhaltsbasierte Füllung für transparente Bereiche, um die Ränder zu füllen, die das Ausrichten leer gelassen hat.
- Photoshop legt auf jede Ebene eine Ebenenmaske, die zeigt, wo es welche Ebene verwendet hat. Bei 100 % prüfen. Wenn alles passt, Ebene → Sichtbare auf eine Ebene reduzieren, dann die Ränder beschneiden.
Aus Lightroom: Bilder auswählen, Rechtsklick, Bearbeiten in → In Photoshop als Ebenen öffnen…, dann weiter ab Schritt 2.
Wo es schiefgeht
- Halos an Tiefenkanten. „Automatisch überblenden“ wählt ganze Bereiche pro Ebene mit weichen Masken. Wo ein nahes Objekt ein fernes überdeckt, nimmt es oft den unscharfen Lichtsaum aus der falschen Ebene und hinterlässt einen hellen oder dunklen Halo. Die Abhilfe ist Handarbeit: auf den Masken malen.
- Lange Reihen. Vierzig Ebenen in voller Auflösung sind vierzig Ebenen in voller Auflösung; Photoshop hält sie alle im Speicher, und auf einem Laptop kann das Überblenden viele Minuten dauern oder scheitern. Zwanzig Bilder sind eine bequeme Obergrenze.
- Belichtungsdrift. Nahtlose Töne und Farben kaschiert kleine Unterschiede; größere bleiben als Flecken stehen.
Wann ein spezialisierter Stacker besser ist
Helicon Focus und Zerene Stacker sind für lange Makroreihen gebaut: Sie verarbeiten hundert Bilder, bieten zwei oder drei Verrechnungsverfahren und vor allem einen Retuschepinsel für die Halos. Sie kosten Geld und werden auf einem Desktop installiert.
Der Stacker auf dieser Seite liegt dazwischen: Er ist kostenlos, läuft im Browser auf jedem Rechner, gleicht das Fokusatmen aus und verrechnet nach demselben Pyramidenverfahren, das enfuse und PMax verwenden, und sein Speicherbedarf wächst nicht mit der Bildanzahl. Er hat außerdem einen Retuschepinsel, der eine Stelle aus jedem ausgerichteten Bild zurückmalt – die Arbeit, für die man in Photoshop meist die Ebenenmasken braucht –, und ein zweites Verfahren mit Tiefenkarte für glatte Motive.